Standpunkt


Ich bin Marc Kramer. Ich bin Jäger, aktuell ohne Jagdgelegenheit.

Ich schreibe das gleich am Anfang, weil es Tatsache ist. Ich habe kein Revier, keinen Begehungsschein. Aber ich habe Werte. Und diese entscheiden für mich, ob Jagd überhaupt Sinn hat.

Für mich ist Jagd Handwerk und Verantwortung. Kein Zeitvertreib. Waidgerechtigkeit ist kein hohles Wort für mich. Es ist eine Pflicht, die vor dem Schuss beginnt und danach nicht endet.

Ich sehe, wie Jagd in der Öffentlichkeit wirkt: laut, schnell, viel Ausrüstung, viel Ablenkung. Technik kann helfen. Ausrüstung kann sinnvoll sein. Aber wenn Bequemlichkeit das eigene Handeln beeinflusst, läuft etwas schief. Ich jagen nicht, um etwas zu zeigen. Ich jage, wenn es passt und ich mein Handeln vertreten kann.

Solange mir die Jagdmöglichkeit fehlt, bleibe ich nicht stehen. Ich frische mein Wissen auf, lese, lerne, übe. Ich trainiere den sicheren Umgang mit der Waffe und das Schießen. Nicht als Show, sondern für Sicherheit. Ich bewege mich in der Natur, beobachte, halte Körper und Kopf fit. Für mich ist das Teil von Ethik: vorbereitet sein, bevor Verantwortung entsteht.

Ich bin kein Lauter Typ. Ich bin eher der, der zuhört, hinschaut, abwägt. Und wenn ich etwas sage, dann, weil es mir ernst ist. Ich spreche auch Dinge an, die unbequem sind, ohne Streit zu suchen. Mir geht es um Klarheit und Verlässlichkeit.

Wenn du waidgerecht jagst und Werte wichtiger findest dann passt das hier. Wenn nicht, ist das auch in Ordnung. Ich will niemanden bekehren. Ich will nur, dass mein Name für etwas steht: Maßstab. Verantwortung. Waidgerechtigkeit.