Über mich

Mein Name ist Marc Kramer. Ich bin Jäger.

Ich bin in Hermannsburg aufgewachsen, im Herzen der Lüneburger Heide.

Ein trockenes, karges Land. Eines, das sich nur Kurz in seiner Blüte zeigt und genau darin seine Stärke hat. Die Örtze, der schnellste Fluss der Heide, floss durch meine Kindheit. Diese Landschaft hat mich geprägt. Nicht durch das was sie gibt. Sondern durch das, was sie verlangt; Aufmerksamkeit, Geduld sowie den Blick für das Stille.

Heute Lebe ich in Hambühren. Doch die Natur bleibt immer in Griffweite. Ich könnte nicht in einer Stadt leben. Wald, Felder, Weite, das sind meine Grundbedürfnisse.

Ich stamme nicht aus einer Jagdfamilie.

Keine Reviere. Keine Tradition. Keine Geschichten vom Ansitz. Mein Onkel war Jäger, aber er ist früh verstorben und ich hatte kaum kontakt zu ihm. Die Jagd war für mich lange etwas Fremdes. Etwas, das anderen vorbehalten war.

Jäger werden, das traute ich mir damals nicht zu. Ich dachte, das ist etwas für gebildete Menschen. Mit richtigen Verbindungen und Jagdlichen Hintergrund. Nicht für jemanden wie mich. Meine damalige Familiensituation hat dieses Gefühl noch verstärkt. Wenig Rückhalt. Wenig zutrauen.

Dann lernte ich meine Frau kennen.

Sie gab mir etwas, das ich bis dahin selten hatte: Vertrauen, Freiheit. Den Raum, etwas zu wagen. Ohne sie wäre ich diesen Schritt wohl niemals gegangen.

Und dann las ich einen Satz von Christian Teppe aus dem Buch: Vor und nach der Jägerprüfung.

Die Jagd erfordert einen aufrechten, ehrlichen und auch demütigen Menschen, einen Menschen der aufgeht in der Bewunderung der Natur und der im Laufe seines Jägerlebens die Natur in ihrem geistigen Inhalt verstehen lernt und sich in Demut vor ihr verneigt.

– Christian Teppe (Vor und nach der Jägerprüfung)

In den Worten war keine Beschreibung von Technik oder können. Das war eine Beschreibung von Haltung. Von Charakter. Und ich dachte, genau das will ich.

2023 Habe ich meinen Jagdschein gemacht und beim ersten Anlauf bestanden.

Ich habe meinen Jagdschein gemacht, weil ich Fleisch esse und die Meinung vertrete; wer Fleisch essen will, der muss auch in der Lage sein, ein Tier zu töten und Wissen, wie er daraus ein Lebensmittel herstellt. Ganz nach dem Motto, Verantwortung übernehmen. Nicht wegschauen.

Aber vor allem habe ich ihn gemacht, weil dieser Satz etwas in mir auslöste, das schon lange da war.